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Steinpilze

Die Gattung der Steinpilze umfasst über 100 Arten. Sie wurde ursprünglich 1753 von Carl Linnaeus beschrieben und enthielt im Wesentlichen alle Pilze mit hymenialen Poren anstelle von Kiemen.

Seitdem wurden nach und nach andere Gattungen definiert, wie Tylopilus von Petter Adolf Karsten im Jahr 1881, und alte Namen wie Leccinum wurden wiederbelebt oder neu definiert. Einige Pilze, die in älteren Büchern als Mitglieder der Gattung aufgeführt sind, wurden nun in separate Gattungen eingeteilt.

Dazu gehören Boletus scaber, jetzt Leccinum scabrum, Tylopilus felleus, Chalciporus piperatus und Suillus luteus. Es wurde festgestellt, dass die meisten Steinpilze Ektomykorrhizapilze sind. Das bedeutet, dass sie eine wechselseitige Beziehung zum Wurzelsystem bestimmter Pflanzenarten eingehen. In jüngerer Zeit wurde festgestellt, dass Boletus massiv polyphyletisch ist. Wobei nur ein kleiner Prozentsatz der über 300 Arten, die Boletus zugeordnet wurden, gehören wirklich dazu. Dies machte die Beschreibung und Auferstehung vieler weiterer Gattungen erforderlich.

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Reishi Pilz

Reishi Pilz auch als Lingzhi bzw. Ganoderma lingzhi bekannt, ist ein Polyporenpilz („Bracket-Pilz“) und gehört der Gattung Ganoderma an. Die rot lackierte, nierenförmige Kappe und der peripher eingesetzte Stiel verleihen ihm ein ausgeprägtes fächerartiges Aussehen. Im frischen Zustand ist der Reishi weich, korkartig und flach. Es hat keine Kiemen an der Unterseite und setzt stattdessen seine Sporen über feine Poren frei. Je nach Alter können die Poren an der Unterseite weiß oder braun sein.

Die Umgebungsbedingungen spielen eine wesentliche Rolle für die offensichtlichen morphologischen Eigenschaften des Resihi. Beispielsweise führen erhöhte Kohlendioxidgehalte zu einer Stammverlängerung. Andere Formationen umfassen Geweihe ohne Kappe, die auch mit dem Kohlendioxidgehalt zusammenhängen können. Die drei Hauptfaktoren, die die Morphologie der Fruchtkörperentwicklung beeinflussen, sind Licht, Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Während die Wasser- und Luftqualität eine Rolle bei der Morphologie der Fruchtkörperentwicklung spielt, tun sie dies in geringerem Maße.

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Pfifferlinge

Pfifferlinge (Cantharellus) gehören zur Familie der Cantharellaceae. Sie gehören zu den beliebtesten wilden Speisepilzen. Sie sind orange, gelb oder weiß, fleischig und trichterförmig. Auf der Unterseite unterhalb der glatten Kappe haben die meisten Arten abgerundete, gegabelte Falten. Diese verlaufen fast bis zum Stiel bevor sie sich nahtlos zur Kappe hin verjüngen.

Viele Arten strahlen ein fruchtiges Aroma aus, das an Aprikosen erinnert. Zudem haben sie oft einen leicht pfeffrigen Geschmack, woher der Name Pfifferling herrührt. Der Name Pfifferling stammt aus dem Griechischen Kantharos und bedeutet „Krug“ oder „Tasse“, ein Hinweis auf ihre allgemeine Form.

Pfifferlinge sind in Eurasien, Nord- und Mittelamerika und Afrika verbreitet. Sie neigen dazu, in Moosen in moosigen Nadelwäldern zu wachsen. Sie kommen aber auch häufig in bergigen Birkenwäldern sowie zwischen Gräsern und niedrig wachsenden Kräutern vor. In Mitteleuropa kommt der goldene Pfifferling häufig in Buchenwäldern unter ähnlichen Arten und Formen vor. 

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Der Maitake Pilz

Der Maitake ist ein Polyporenpilz, der in Gruppen an den Baumwurzeln, insbesondere Eichen, wächst. Er wird typischerweise im Spätsommer bis Frühherbst gefunden. Es ist in China, Europa und Nordamerika beheimatet. 

Wie der Schwefelschelfpilz ist der Maitake ein mehrjähriger Pilz, der oft mehrere Jahre hintereinander an derselben Stelle wächst. Der Maitake wächst aus einer unterirdischen knollenartigen Struktur, die als Sklerotium bekannt ist und etwa die Größe einer Kartoffel hat. Der Fruchtkörper, der bis zu 100 Zentimeter (40 Zoll) und selten 150 cm groß ist. Er besteht aus mehreren graubraunen Kappen, die häufig gewellt oder löffelförmig sind, mit gewellten Rändern und 2–10 cm breit. Die Unterseite jeder Kappe trägt etwa ein bis drei Poren pro Millimeter, wobei die Röhren selten tiefer als 3 mm sind. Der milchig-weiße Stiel hat eine verzweigte Struktur und wird mit zunehmender Reife des Pilzes zäh.

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Goldröhrling

Der Goldröhrling, allgemein bekannt als Grevilles Steinpilz und Lärchenbolete besitzt eine enge, gefärbte Kappe. Diese sieht mit ihrer Schleimschicht nass glänzend aus. Das Hymenium trennt sich leicht vom Fleisch der Kappe, mit einem zentralen Stiel, der ziemlich schlank ist. Er hat einen Ring bzw. eine eng anliegende Ringzone.

Der Goldröhrling ist ein Pilz mit einer 5–10 cm großen Kappe, die von zitrusgelb bis verbrannt orange gefärbt ist. Diese ist zunächst halbkugelförmig, dann glockenförmig und schließlich abgeflacht. Er hat eine klebrige Haut, kurze Röhren von gelb oder bräunlich, die bis zum Boden seines zylindrischen Stiels (6–10 x 1–2 cm) abfallen, der cremefarben ist und sich mit einem cremeweißen Ring rotbraun färbt.

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Morcheln

Morcheln gehören zu einer Gattung von essbaren Sackpilzen. Sie sind eng mit anatomisch einfacheren Becherpilzen der Ordnung Pezizales verwandt. Diese charakteristischen Pilze haben ein Wabenbild aufgrund des Netzwerks von Graten mit Gruben, aus denen ihre Kappen bestehen.

Morcheln werden von Gourmetköchen besonders in der französischen Küche geschätzt. Aufgrund von Schwierigkeiten beim Anbau ist die kommerzielle Ernte von Wildmorcheln zu einer millionenschweren Industrie in der gemäßigten nördlichen Hemisphäre geworden, insbesondere in Nordamerika, der Türkei, China, dem Himalaya, Indien und Pakistan, wo diese hoch geschätzten Pilze im Überfluss vorkommen.

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Die Espenrotkappe

Die Espenrotkappe ist eine Pilzart der Gattung Leccinum, die in Wäldern Europas, Nordamerikas und Asiens vorkommt und einen großen, charakteristisch rot gekappten Fruchtkörper aufweist. In Nordamerika wird es manchmal mit dem gebräuchlichen Namen Rotkappenschaberstiel bezeichnet. In Bezug auf die taxonomische Klassifizierung dieser Art in Europa und Nordamerika bestehen einige Unsicherheiten. Es wird als essbar angesehen.

Er hat ein  5–10 cm große Kappe, die von zitrusgelb bis verbrannt orange gefärbt ist. Diese ist zunächst halbkugelförmig, dann glockenförmig und schließlich abgeflacht. Die Espenrotkappe hat eine klebrige Haut, kurze Röhren von gelb oder bräunlich, die bis zum Boden seines zylindrischen Stiels abfallen, der cremefarben ist und sich mit einem cremeweißen Ring rotbraun färbt.

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Austernpilz

Der Austernpilz, ist ein häufig verwendeter Speisepilz. Der Austern-Seitling oder Austernpilz (Pleurotus ostreatus) gehört zur Familie der Seitlingsverwandten. 

Sowohl der lateinische als auch der gebräuchliche Name Austernpilz beziehen sich auf die Form des Fruchtkörpers. Dabei bezieht sich der lateinische Name Pleurotus (seitwärts) auf das seitliche Wachstum des Stiels in Bezug auf die Kappe bzw. Hut. Der lateinische Name Ostreatus bezieht sich dagegen auf die Form des Hutes, der der gleichnamigen Muschel ähnelt. Viele glauben fälschlicherweise, dass der Name aufgrund seiner Geschmacksähnlichkeit zu Austern gewählt wurde. Der Name Austernpilz wird auch für andere Pleurotus-Arten verwendet, wie z.B. für Baumausternpilz oder grauer Austernpilz, um ihn von anderen Arten zu unterscheiden.

Der Pilz hat eine breite, fächer- oder austernförmige Kappe mit einer Länge zwischen 5 und 25 cm. Natürliche Exemplare reichen von weiß über grau oder braun bis dunkelbraun. Der Rand ist in jungen Jahren eingerollt und glatt und oft etwas gelappt oder gewellt. Das Fleisch ist weiß, fest und variiert aufgrund der Stielanordnung in der Dicke. Die Kiemen des Pilzes sind weiß bis cremefarben und fallen, falls vorhanden, auf den Stiel. In diesem Fall ist der Stiel außermittig und seitlich am Holz befestigt. Der Sporendruck des Pilzes ist weiß bis lila-grau und am besten auf dunklem Hintergrund zu sehen. Der Pilzstiel fehlt oft. Wenn vorhanden, ist es kurz und dick.

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Der Maronenröhrling

Der Maronenröhrling ist ein essbarer, poröser Pilz, der in Europa und Nordamerika vorkommt und in Nadel- oder Mischwäldern auf dem Boden oder auf verfallenden Baumstümpfen wächst. Sein Name bezieht sich auf die bucht- bzw. kastanienfarbene Kappe, die bei jungen Exemplaren fast kugelförmig ist, bevor sie sich auf einen Durchmesser von bis zu 15 cm verbreitert und abflacht. Auf der Unterseite der Kappe befinden sich kleine gelbliche Poren. Der glatte, zylindrische Stiel mit einer Länge von 4 bis 9 cm und einer Dicke von 1 bis 2 cm ist ähnlich wie seine Kappe nur blasser gefärbt. 

Der Fruchtkörper besteht aus einer kastanienbraunen bis dunkelbraunen Kappe. Der Kappenrand ist spitz und die Kappenoberfläche in jungen Jahren samtig und in nassem oder altem Alter leicht klebrig. Die Haut ist schwer vom darunter liegenden Fleisch zu trennen. Auf der Unterseite der Kappe sind die Poren zunächst cremefarben bis hellgelb, werden aber mit zunehmendem Alter grünlich gelb oder oliv. Sie färben sich mattblau bis bläulich-grau, wenn sie beschädigt oder geschnitten werden, und lassen sich leicht vom Fleisch entfernen. Die Poren sind anfangs kreisförmig und werden mit zunehmendem Alter eckiger. Die Anzahl beträgt etwa ein oder zwei pro Millimeter.

Die Röhren sind 0,8–1,5 cm lang und werden um den Bereich der Stielbefestigung niedergedrückt. Das Fleisch ist an einigen Stellen meist weißlich oder gelblich. Unter seiner Haut bzw. Kutikula ist es bräunlich-rosa oder rotbraun. Zunächst fest, beginnt es bei älteren Pilzen unter der Kappe zu erweichen. Der Stiel ist 4 bis 9 cm lang und 1 bis 2 cm dick und hat eine ähnliche Farbe wie die Kappe, ist jedoch blasser und manchmal blasser mit einem rosafarbenen Schimmer. Seine Oberfläche hat schwache Längsrippen, ein feines Pulver und feine Retikulationen an der Spitze. Im Gegensatz zum Knollenstiel vieler anderer Steinpilze bleibt der Stiel von Maronenröhrling relativ schlank und zylindrisch. Das Fleisch des Stiels wird mit zunehmendem Alter härter. Er hat einen „fruchtigen“ Geruch.

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Der braune Kräuterseitling

Der braune Kräuterseitling (Pleurotus eryngii) hat einen dicken, fleischigen weißen Stiel und gehört zur Familie der Seitlingsverwandten. Junge Exemplare haben eine kleine braune Kappe. Sein natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Atlantik über das Mittelmeer und Mitteleuropa bis nach Westasien und Indien. Im Gegensatz zu anderen Pleurotus-Arten, bei denen es sich hauptsächlich um Holzverfallspilze handelt. Kräuterseitlinge  lassen sich parasitisch an abgestorbenen Wurzeln seiner Wirtspflange nieder, obwohl sie auch auf organischen Abfällen kultiviert werden können.

Die Kante seiner Kappe ist lange nach unten gebogen. Die weichen Lamellen verlaufen weit unten am Stiel und sind dort wie ein Netzwerk (Anastomosen) miteinander verbunden. Sie haben eine weiße Farbe und werden beim Reifen gelb bis orange. Das Sporenpulver ist weiß. Der Stiel ist mittig oder exzentrisch mit dem Hut verschmolzen. Die Fruchtkörper haben ein dickes, festes und weißliches Fruchtfleisch. Sie treten einzeln, in Gruppen und manchmal etwas buschelig auf.